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SGA

Besondere Probleme

Kinder mit vorgeburtlicher Wachstumsverzögerung haben ein erhöhtes Risiko kurz nach der Geburt oder während der Säuglingszeit zu erkranken.

Die Mehrheit der SGA-geborenen Kinder zeigt in den ersten zwei Lebensjahren eine besonders schnelle Zunahme von Körpergewicht und Körpergröße. Nach dem Ende des 2. Lebensjahres kommt dieses Aufholwachstum nur noch sehr selten vor. Diese Kinder wachsen dann mit durchschnittlicher Geschwindigkeit, was bedeutet, dass der Rückstand zu normal großen Kindern bestehen bleibt. In seltenen Fällen kann der Abstand noch zunehmen. Bis heute ist es nicht möglich, bei der Geburt eine zuverlässige Vorhersage zu machen, ob das Kind ein Aufholwachstum zeigen wird. Kinder, die zusätzliche Auffälligkeiten aufweisen (Fehlbildungen wie z.B. Silver-Russel-Syndrom) zeigen in der Regel kein Aufholwachstum. Bei ungefähr 10% der SGA-Kinder gibt es kleinere Auffälligkeiten bezüglich Entwicklung und Verhalten.

Auch für die allgemeine Gesundheit im Erwachsenenalter hat die vorgeburtliche Wachstumsverzögerung Folgen: erhöhtes Risiko für Bluthochdruck, Zuckerkrankheit, Blutfettwerteveränderung, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, erhöhtes Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko.

Zwillinge im Alter von drei Jahren, wobei das Kind, welches bei der Geburt eine deutliche Wachstumsverzögerung hatte, kein Aufholwachstum zeigte.